Werbung per WhatsApp?

von Dr. Sebastian Ertel

Mit über 700 Millionen aktiven Nutzern und über 30 Milliarden Nachrichten am Tag ist WhatsApp derzeit aus der Kommunikationswelt nicht wegzudenken. Was liegt also näher, als den Nachrichtendienst für Werbezwecke zu nutzen – z. B. für WhatsApp-Newsletter?

Aber ist das ohne weiteres zulässig? Was ist hierbei zu beachten? Auf diese Fragen geben wir die passenden Antworten.

Bei der Nutzung von WhatsApp als Werbekanal gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der E-Mail und Telefonwerbung:

Einwilligung

Der Werbekanal darf nur genutzt werden, wenn der Inhaber der Telefonnummer, die mit WhatsApp verknüpft ist, eingewilligt hat, dass ihm über WhatsApp Werbenachrichten zugesandt werden.

Hierbei muss sich die Einwilligung explizit auf den Werbekanal “WhatsApp” beziehen:

„[ ] Ja, ich willige ein, dass mir ### über WhatsApp Informationen zu Produkten, Werbeaktionen und Neuerungen zusendet.“

Verifizierung des Telefonnummern-Inhabers

Sofern sich ein Kunde nicht direkt über WhatsApp anmeldet, sondern seine Einwilligung in die werbliche Ansprache per WhatsApp auf anderen Kanälen erklärt, bedarf es grundsätzlich einer Verifizierung, ob der Einwilligende tatsächlich Inhaber der mit WhatsApp verbundenen Telefonnummer ist. Hierzu ist, analog zum Abonnieren eines E-Mail-Newsletters das Double-Opt-In-Verfahren erforderlich. In jedem Fall ist die Einwilligung zu speichern, damit diese im Streitfall nachgewiesen werden kann.

In einem Sonderfall kann jedoch die Verifizierung unterbleiben, nämlich dann, wenn sich der Kunde direkt per WhatsApp anmeldet. Hierzu könnte auf der Website oder im Katalog eine Mobilfunk-Nummer des werbenden Unternehmens angegeben werden, über die sich ein Interessent direkt per WhatsApp-Nachricht für die Aufnahme in den Werbeverteiler anmelden kann ...

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