Michael Buback will weiteres Strafverfahren erzwingen

von Holger Schmidt

26.05.2015, von Holger Schmidt

Archiv: Michael Buback im OLG Stuttgart (dpa)

Auf der Suche nach dem (eigenhändigen) Mörder seines Vaters hat sich der Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback zu einem seltenen juristischen Schritt entschlossen: Er hat durch seinen Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Stuttgart ein Klageerzwingungsverfahren angestrengt, mit dem er in zwei Fällen gegen die vorläufige Einstellung des Ermittlungsverfahrens durch den Generalbundesanwalt vorgehen will (Az. 6 Ws 2/15).

Es geht um die früheren RAF-Terroristen Siegfried Haag (heute 70) und Roland Mayer (heute 71), die insbesondere 1976 als führende Köpfe der “RAF” galten – bis sie Ende 1976 von der Polizei gefasst wurden. Bei ihrer Festnahme wurden die so genannten “Haag-Papiere” gefunden, aus denen das BKA (leider vor allem nachträglich) Planungen und Strategieüberlegungen der RAF rekonstruieren konnte. Als Siegfried Buback und seine Begleiter Georg Wurster und Wolfgang Göbel ermordet wurden, saßen Haag und Mayer bereits seit fast einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Andererseits zeigen die bei ihnen gefundenen Papiere, dass die “Offensive 77″ (und damit die Ermordung Bubacks) schon unter ihrer Führung in voller Planung war.

Der Generalbundesanwalt hatte nach dem Urteil gegen Verena Becker aufgrund der Festellungen des Oberlandesgerichts im Urteil gegen eine Reihe von früheren RAF-Mitgliedern neue Ermittlungsverfahren wegen möglicher Beihilfe an den Karlsruher Morden eröffnet – und vor einigen Wochen wieder (vorläufig) eingestellt ...

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