Kriegswaffen und andere Waffen

von Philipp Marquort
Hausdurchsuchung

Vor nicht allzulanger Zeit wurde bei Wilhelm eine Hausdurchsuchung in einem kleinen Ort an der Ostsee durchgeführt. Es ging darum, Kriegswaffen und andere Waffen (gemeint sind Schusswaffen) sowie Munition zu finden. Es bestand nach kriminalistischer Erfahrung die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Wilhelm Waffen illegal zu Hause aufbewahren würde. Bei seinem Bruder Otto waren ebenfalls Waffen sichergestellt worden. Auch bei einem Bekannten, bei dem Wilhelm vor nicht allzulanger Zeit gewohnt hatte, wurden in einem Spind, den Wilhelm an den Bekannten verkauft hatte, Schusswaffen gefunden.

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Angeblich sollten diese Spinde nicht vom Bekannten geöffnet worden sein; er habe also die Waffen im geschlossenen Spind von Wilhelm gekauft. Nebenbei fanden sich noch 20 Falsifikate von 20,00 €-Scheinen in dem Spind.

Ein Tatverdacht bestand also auch gegen Wilhelm. Nur gefunden hat man nichts beim ihm in der Wohnung.

Nach Akteneinsicht kam heraus, dass der Bekannte eine Anzeige gemacht hatte, dass er möglicherweise Waffen besitze. Tags zuvor wurde auf Grund eines ähnlichen Tatverdachts wie bei Wilhelm sein Haus durchsucht. Die Spinde hatte man aber nicht gefunden, da diese bei den Eltern seiner Freundin aufbewahrt wurden. Da dem Bekannten von Wilhelm nun aber das schlechte Gewissen drückte, meinte er, es sei Besser doch mit der Polizei zusammenzuarbeiten.

Diese 2. Durchsuchung ist wie folgt in den Akten vermerkt:

Ferner führten die Beamten auf Seite 2. der Akte folgendes aus:

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Zunächst machte der Mandant keine Angaben zur Sache, so dass nach weiteren umfangreichen Ermittlungen dann Anklage vor dem Schöffengericht wegen unerlaubten Besitz und Verkaufs von Waffen, hier Schusswaffen und Muniton, erhoben wurde ...

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