Der Kindeswohlbegriff im Familienrecht

Mit dem Begriff Kindeswohl wird das gesamte persönliche und wirtschaftliche Befinden eines Kindes umschrieben und ist der Maßstab der Entscheidung der Familiengerichte bei Belangen das Kind betreffend, insbesondere in Verfahren um das Sorgerecht oder das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Das deutsche Recht sieht für diesen Begriff keine konkrete Definition vor; und so nimmt es auch nicht Wunder, dass die Vorstellungen über das Kindeswohl mitunter sehr persönlich ausgelegt werden und als Nährboden so mancher ideologischer (Welt)anschauungen oder psychologischer Experimente dienen. Insofern ist das Österreichische Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) beneidenswert konkreter- dort wird in § 138 ABGB das Kindeswohl definiert und die konkreten Prüfungskriterien gesetzlich festgelegt: 1. eine angemessene Versorgung, insbesondere mit Nahrung, medizinischer und sanitärer Betreuung und Wohnraum, sowie eine sorgfältige Erziehung des Kindes; 2. die Fürsorge, Geborgenheit und der Schutz der körperlichen und seelischen Integrität des Kindes; 3. die Wertschätzung und Akzeptanz des Kindes durch die Eltern; 4 ...Zum vollständigen Artikel


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