Kündigung eines Arbeitnehmers wegen eines unzufriedenen Kunden?

von Hannes Burkert

Im Anwendungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes ist eine ordentliche Kündigung gemäß § 1 Abs. 2 Satz 1 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) sozial ungerechtfertigt und damit rechtsunwirksam, wenn sie nicht durch Gründe,

  • die in der Person oder
  • in dem Verhalten

des Arbeitnehmers liegen, oder

  • durch dringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen,

bedingt ist, wobei

  • die Tatsachen, die die Kündigung bedingen, nach § 1 Abs. 2 Satz 4 KSchG der Arbeitgeber zu beweisen hat.

Eine sog. Druckkündigung liegt nach der Rechtsprechung vor,

  • wenn Dritte
  • unter Androhung von Nachteilen für den Arbeitgeber von diesem die Entlassung eines bestimmten Arbeitnehmers verlangen.

Dabei sind zwei Fallgruppen zu unterscheiden:

  • Das Verlangen des Dritten kann gegenüber dem Arbeitgeber durch ein Verhalten des Arbeitnehmers oder einen personenbedingten Grund objektiv gerechtfertigt sein.
    Eine solche Kündigung wird auch als "unechte Druckkündigung" bezeichnet.
    Die Kündigung wird nicht primär wegen des durch den Dritten erzeugten Drucks erklärt, sondern wegen des personen- oder verhaltensbedingten Kündigungsgrundes (Bundesarbeitsgericht (BAG), Urteil vom 18.07.2013 – 6 AZR 420/12 –) ...
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