BAG: Einwilligung bei Veröffentlichung von Videoaufnahmen eines Arbeitnehmers

Das BAG hat in einer aktuellen Entscheidung einige Grundsätze aufgestellt, die deutlich über den entschiedenen Fall hinaus praktisch bedeutsam werden dürften:

Bildnisse von Arbeitnehmern dürfen nur mit ihrer schriftlich erklärten Einwilligung veröffentlicht werden. Eine wirksame Einwilligung ist auch im Arbeitsverhältnis grundsätzlich möglich. Sie erlischt auch nicht automatisch mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses, kann aber widerrufen werden, wenn dafür ein plausibler Grund angegeben wird.

Zum Sachverhalt:

Der Kläger war im Sommer 2007 in die Dienste der Beklagten getreten, die ein Unternehmen für Klima- und Kältetechnik mit etwa 30 Arbeitnehmern betreibt. Im Herbst 2008 erklärte der Kläger schriftlich seine Einwilligung, dass die Beklagte von ihm als Teil der Belegschaft Filmaufnahmen macht und diese für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwendet und ausstrahlt. Danach ließ die Beklagte einen Werbefilm herstellen, in dem zweimal die Person des Klägers erkennbar abgebildet wird. Das Video konnte von der Internet-Homepage der Beklagten aus angesteuert und eingesehen werden. Das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien endete im September 2011 ...

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