Anspruch auf Home-Office in den Niederlanden und Deutschland

Ab Juli 2015 haben Arbeitnehmer in den Niederlanden einen Anspruch darauf, dass sie ihr Arbeitgeber von zuhause aus arbeiten lässt. Ein entsprechendes Gesetz passierte vor kurzem die Erste Parlamentskammer. Der Arbeitgeber kann Arbeitnehmern nach dem neuen Gesetz die Arbeit vom Home Office aus nur dann verweigern, wenn das sachlich unmöglich ist, unverhältnismäßige Kosten verursachen oder die Sicherheit unangemessen beeinträchtigen würde. Streifenpolizisten, Piloten, Krankenschwestern und Fabrikarbeiter werden also auch weiterhin ihren Dienst vor Ort antreten müssen. Sicherheitsbedenken könnten zum Beispiel greifen, wenn das Projekt, an dem gearbeitet wird, so wertvoll und/oder so geheim ist, dass ein VPN oder andere herkömmliche Vorkehrungen nicht ausreichen, um zu verhindern, dass sensible Informationen nach außen dringen. Da dieser Bereich den größten Interpretationsspielraum bietet, werden hier die meisten Streitfälle erwartet. Lehnt der Arbeitgeber Heimarbeit ab, muss er dies begründen – das kehrt die Beweispflicht um. Bemerkenswert ist, dass in den Niederlanden inzwischen fast ein Drittel der Arbeitnehmer im Home Office - Tendenz arbeitet. In Deutschland kam eine für den IT-Branchenverband Bitkom durchgeführte Studie mit 1.006 Befragten im letzten Sommer auf 21 Prozent, die regelmäßig ein Home Office nutzen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kam zwei Jahre vorher auf einen Anteil von 12 Prozent insgesamt und 7,8 Prozent bei abhängig ...

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