Urteil zur Verkehrssicherungspflicht beim Gassi gehen mit mehreren Hunden

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 03.02.2015 - 9 U 91/14 Urteil zur Verkehrssicherungspflicht beim Gassi gehen mit mehreren Hunden Wer aus Gefälligkeit Hunde ausführt, muss die Tiere so halten, dass von den Hunden keine Gefahr für Leben und/oder Gesundheit von Menschen ausgeht. Im konkreten Fall sprang einer der Hunde an eine Frau hoch, um zu schmusen. Hierbei wurde eine Frau verletzt. Der Sachverhalt

Die 22 Jahre alte Klägerin und die Beklagte begegneten sich beim Spazierengehen. Die Beklagte führte drei angeleinte Hunde aus, neben ihrem eigenen Schäferhund aus Gefälligkeit einen Boxermischling und den Cane Corso eines Bekannten. Der Cane Corso sprang die Klägerin überraschend an, als die Klägerin die Beklagte mit den Hunden passieren wollte.

Die Klägerin erlitt Schürfwunden und unter ihrem Auge eine kleinere blutende Gesichtsverletzung, die unter Narbenbildung verheilte. Von der Beklagten hat sie ein Schmerzensgeld in Höhe von 3.000 Euro verlangt.

Die Entscheidung

Die Schadensersatzklage der Klägerin war erfolgreich. Wer aus Gefälligkeit mehrere Hunde gleichzeitig ausführt ("Rudelführen"), hat alle Hunde so zu beaufsichtigen, dass sie fremde Menschen nicht gefährden ...

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