StMI: Zwei weitere Sammelabschiebungen von 195 abgelehnten Asylbewerbern aus dem Kosovo

21. Mai 2015

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: Konsequente Rückführung von Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis – Schnellere Bearbeitung offensichtlich aussichtsloser Asylanträge notwendig

Erneut hat Bayern mit zwei Sammelchartern am vergangenen Dienstag und heute 195 abgelehnte Asylbewerber in den Kosovo zurückgeflogen. Nach der Ablehnung ihrer Asylanträge reisten diese Personen nicht wieder freiwillig aus Deutschland aus, sondern hielten sich unerlaubt weiter hier auf. Aus ganz Bayern brachte die bayerische Polizei am vergangenen Dienstag und heute Vormittag die abgelehnten Asylbewerber, darunter neben meist allein reisenden jungen Männern auch zahlreiche Familien sowie einige Straftäter, an den Flughafen München. Von dort starteten die beiden Chartermaschinen mit 112 und 83 Menschen, betreut von erfahrenen Polizeibeamten, Ärzten, Sanitätern und Dolmetschern in Richtung Pristina.

Innenminister Joachim Herrmann: “Wenn jemand unter keinen Umständen ein Recht hat zu bleiben, dann muss er auch gehen – notfalls eben auch mittels Abschiebung.”

Die Staatsregierung rechnet für dieses Jahr zwischenzeitlich mit insgesamt rund 70.000 Asylbewerbern in Bayern – das wären mehr als doppelt so viele wie 2014. Der Bund aktualisierte für das Jahr 2015 seine Prognose auf insgesamt 450.000 Asylanträge, davon 400.000 Erstanträge sowie 50.000 Folgeanträge. Fast die Hälfte dieser Anträge wurden seit Januar dieses Jahres von Staatsangehörigen aus den Westbalkanstaaten, aus dem Kosovo oder aus Albanien gestellt. Die Anerkennungsquote bei diesen Staaten liegt unter einem Prozent (zum Vergleich: Irak 91,4Prozent, Syrien 84,2 Prozent, Eritrea 69,1 Prozent oder Afghanistan 38,4 Prozent) ...

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