Bayerischer Städtetag: Oberbürgermeisterkonferenz des Bayerischen Städtetags am 21. Mai 2015 in Nürnberg – Maßnahmenbündel für Wohnungsbau erforderlich

21. Mai 2015

Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der 25 kreisfreien Städte und der 29 Großen Kreisstädte diskutierten heute mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann über aktuelle kommunalpolitische Themen. Ein Schwerpunkt des Gedankenaustausches lag auf der Situation bei der Flüchtlingsunterbringung sowie dem Wohnungsbau und den damit verbundenen Herausforderungen für die bayerischen Städte.

Der Bayerische Städtetag richtet den Fokus über die aktuellen Herausforderungen der Erstaufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern hinaus auf die weitere Integration. Der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags und Oberbürgermeister von Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, sagte:

„Ein schneller Ausbau des Angebots an preiswertem Wohnraum ist in den Städten unerlässlich für das Miteinander in der Stadtgesellschaft. Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum für einen größer werdenden Teil von Bürgerinnen und Bürgern, die sich sonst die weiter steigenden Preise in den Städten nicht leisten können. Bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum wollen wir keine Konkurrenz zwischen sozialhilfebedürftigen Familien, Alleinerziehenden, Rentnern und Obdachlosen mit Flüchtlingen und anerkannten Asylbewerbern.”

Maly verwies darauf, dass nach den vorliegenden Zahlen rund ein Drittel der zu uns kommenden Flüchtlinge und Asylbewerber anerkannt wird oder ein Bleiberecht erhält. Der Wohnungsbedarf dieser Menschen übersteigt bereits jetzt das Angebot deutlich. Das Bayerische Sozialministerium geht davon aus, dass sich hier ein zusätzlicher Bedarf von 5.000 Wohneinheiten pro Jahr ergibt. Mit dem bisherigen Ziel, im staatlichen Doppelhaushalt 2015/2016 jährlich 4.000 Wohneinheiten im geförderten Wohnungsbau zu errichten, lässt sich die Nachfrage nicht erfüllen ...

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