Auszubildender erhält Lohnnachschlag von 21.678 EUR

von Thorsten Blaufelder

Auch nicht tarifgebundene Arbeitgeber dürfen den Lohn für Auszubildende nicht grenzenlos unterschreiten. Selbst wenn ein gemeinnütziger Ausbildungsträger den Azubi-Lohn aus Spenden finanziert, ist dies noch kein Grund, nur fast die Hälfte der tariflichen Ausbildungsvergütung zu zahlen, urteile am Mittwoch, 29.04.2015, das Bundesarbeitsgericht (BAG) (AZ: 9 AZR 108/14). Die Erfurter Richter sprachen damit einem früheren Lehrling einen Lohnnachschlag in Höhe von 21.678,00 € brutto zu.

Der heute 24-jährige Kläger hatte vom 01.09.2008 bis 07.02.2012 bei einem gemeinnützigen Ausbildungsträger eine Lehre zum Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen. Der Verein finanzierte die Ausbildungsvergütung über Spenden. Die Entlohnung lag fast 50 Prozent unter der tariflichen Ausbildungsvergütung für die bayerische Metall- und Elektroindustrie.

Der Auszubildende hielt seine Entlohnung für viel zu gering. Nach dem Gesetz stehe ihm aber eine „angemessene“ Vergütung zu.

Vor dem BAG bekam er nun recht. Die einschlägigen Tarifverträge könnten eine Orientierung bieten, was als „angemessene Vergütung“ anzusehen sei ...

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