Ausländerhetze eines BR-Vorsitzenden mit gravierenden Folgen

Facebook kann ein scharfes, zweischneidiges Schwert sein. Während man auf der einen Seite hier viel Spaß haben und den Kontakt mit Freunden und Bekannten am Leben halten kann, verleitet es andere zu Äußerungen, die später wahrscheinlich zutiefst bereut werden.

Nach einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) schrieb der 59jährige Betriebsratsvorsitzende der Erndtebrücker Eisenwerke im Landkreis Siegen-Wittgenstein (NRW) Dinge auf seine Facebook-Seite, wegen denen nun sogar der Staatsschutz gegen ihn ermittelt. Ein Zitat: Es müsse eine Säuberung in Deutschland stattfinden, „lasst uns ihnen auch die Hälse abschneiden“, direkt darüber ein Bild mit dem Schriftzug “Islamierung? Nein, danke!”

Als der Arbeitgeber davon erfuhr, stellte er den Kollegen sofort von der Arbeit frei. In Kürze wird er wohl die Kündigung aussprechen. Ob er selbst von seinem Vorsitz im Betriebsrat zurückgetreten ist, war nicht zu erfahren, jedenfalls hat er das Amt nicht mehr inne. Die regionale Vertretung der IG Metall zeigte sich entsetzt, die Belegschaft war so betroffen, dass sie aus Protest gegen das Verhalten spontan eine Schicht verweigerte ...

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