Möglichkeit der Erhöhung der Handwerkerschlussrechnung trotz Kostenvoranschlag

Ein Kostenvoranschlag kann verschiedene Bedeutung haben. Nach § 650 I BGB handelt es sich um eine unverbindliche, fachmännische Berechnung der voraussichtlichen Kosten. Verbindlich ist ein vorab genannter Preis nur, wenn der Unternehmer ein Angebot erstellt oder wenn ein Festpreis vereinbart wird. Typischer Fall eines Kostenvoranschlags ist das vom Unternehmer aufgrund geschätzter Massen mit Einheitspreisen versehene sogenannte Angebot. Wenn die Parteien einen ca. Preis vereinbaren, liegt regelmäßig ein Kostenvoranschlag vor. Wenn dagegen die Endsumme des Kostenvoranschlags Vertragsinhalt geworden ist, liegt in Wahrheit ein Pauschalvertrag vor, auf den § 650 I BGB keine Anwendung finden kann. Ist eine wesentliche Überschreitung des Kostenvoranschlags zu erwarten, ergibt sich also im Laufe der Ausführung, dass das Werk nicht ohne wesentliche Überschreitung des Anschlags ausführbar ist, hat der Unternehmer dem Auftraggeber dies unverzüglich anzuzeigen (§ 650 II BGB) ...Zum vollständigen Artikel

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