StMWi: Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan – Aigner: „Faire Lastenverteilung bei neuen Stromtrassen“

18. Mai 2015

Bayerns Energieministerin Ilse Aigner sieht die Entscheidungen über den Netzausbau als Teil eines energiepolitischen Gesamtpakets. Das geht aus der Stellungnahme des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zum Netzentwicklungsplan hervor.

An erster Stelle stehe die effiziente Verwendung von Energie. Hier bildet nach Aigners Ministerium die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung einen der wichtigsten Bausteine. Außerdem besteht der Freistaat darauf, am vereinbarten Ziel für die Kraftwärmekopplung von 25 Prozent festzuhalten.

Darüber hinaus fordert Bayern die Änderung der Reservekraftwerksverordnung und die Verlängerung ihrer Laufzeit. Damit soll der durch die Abschaltung der Kernkraftwerke und den Zubau der von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen zunehmenden Bedeutung von Reservekraftwerken für die Netz- und Systemstabilisierung Rechnung getragen werden. Stabilisierende, besonders effiziente und umweltverträgliche Gaskraftwerke wie Irsching 4 und 5 müssten am Netz gehalten sowie Investitionen in neue Kraftwerke ermöglicht werden. Für Neubaukraftwerke fordert Aigner eine „wirtschaftliche Vergleichsrechnung“: Weil die netztechnische Entlastungswirkung verbrauchsnaher neuer Gaskraftwerke in Süddeutschland größer sei als die von weit entfernten ausländischen Kraftwerken, müsse man direkt vor Ort weit weniger Leistung vorhalten als z.B. in Norditalien. Da könne selbst ein Neubau im Ergebnis preisgünstiger sein ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK