Mietminderung wegen pupsendem Nachbarn?

von Stephan Weinberger

Das Amtsgericht Neuruppin beschäftigte sich mit einem Fall, in dem die Mieterin einer Erdgeschosswohnung ihre Miete minderte, weil sie sich aufgrund der besonderen Hellhörigkeit des Wohnhauses gestört fühlte. Verschiedene Geräuschimmissionen störten die Mieterin.

Da wären zum einen die Obermieter in der darüber gelegenen Wohnung, die ihre bisher freistehende Badewanne durch eine Einbaubadewanne ersetzt hatten. In Folge übertrug sich jedes Geräusch beim Baden. Dabei musste sie neben den üblichen “Badegeräuschen” wie z.B. das Umdrehen in der Wanne aber auch wahrnehmen, wenn “die Obermieter Darmwinde in der Badewanne abgehen” ließen.

Daneben hörte die Erdgeschossmieterin in ihrer Küche und in ihrem Wohnzimmer, ob die Mieter der Oberwohnung ein kleines oder ein großes Geschäft im WC verrichteten, natürlich samt der Toilettenspülung. Selbst aus der Küche der Obermieter vernahm die Mieterin jedes Öffnen und Schließen der Küchenschranktüren und -schubladen.

Letztlich vernahm die Erdgeschossmieterin auch Geräusche aus dem Heizungskeller, der unmittelbar unter ihrem Schlafzimmer lag. Die Ölzentralheizung machte sich hier bemerkbar, Brenner und Lüfter der Heizung sprangen ca. alle drei Minuten an und liefen dann ca ...

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