Schlechte Karten für Patienten die sich während eines Krankenhausaufenthaltes eine MRSA-Infektion zuziehen.

von Daniela Göring

Ein Patient, bei dem während eines Krankenhausaufenthaltes eine MRSA-Infektion auftritt, muss

  • einen schadensursächlichen Hygienemangel auch dann beweisen,
  • wenn während der Zeit seines Krankenhausaufenthalts vier weitere Patienten MRSA-Infektionen erleiden.
  • Allein diese Anzahl weiterer MRSA-Infektionen rechtfertigt keine Beweislastumkehr.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 14.04.2015 – 26 U 125/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall, hatte der Kläger, nachdem bei einer Folgebehandlung bei ihm eine MRSA-Infektion festgestellt worden war, deswegen von dem beklagten Krankenhaus, in dem er zuvor operiert worden war, 30.000 Euro Schmerzensgeld verlangt und seine Klage damit begründet, dass

  • der bei der Operation im beklagten Krankenhaus bei ihm gesetzte Katheter sowie die Einstichstelle nicht hygienisch einwandfrei gepflegt sowie vorsorgt worden seien und
  • es während seines Aufenthaltes dort zu mindestens vier weiteren MRSA-Infektionen gekommen sei.

Die Klage hatte keinen Erfolg, weil

  • der Kläger einen Hygienemangel nicht ausreichend nachweisen konnte und
  • nach Auffassung des 26 ...
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