Werbung mit Testergebnis ist tückisch

von Dr. Markus Wekwerth

Die Werbung mit einem Testergebnis erfordert die Einhaltung strenger formaler Anforderungen, um eine Irreführung der Umworbenen zu vermeiden. Meist liegt das Problem darin, dass der Test überholt ist oder Fehler bei der Darstellung der Wertigkeit des eigenen Testergebnisses gemacht werden. Über einen Fall, bei dem der unklare Gegenstand des Tests selbst fraglich war, hatte jetzt das OLG Saarbrücken zu entscheiden.

Der Werbende hat mit dem bekannten Siegel des TÜV Saarland und dem Text “TÜV Service tested Bereich Kundendienst + Teileservice sehr gut freiwilliges Prüfzeichen” geworben. Dem Test lag eine Kundenbefragung zugrunde, die der TÜV ausgewertet und daraufhin die Zertifizierung erteilt hat. Eine eigene Befragung hat das Institut nicht vorgenommen. Ein Mitbewerber hat die Werbung als wettbewerbswidrig beanstandet, weil diese nach seiner Ansicht die falsche Vorstellung weckt, dem Siegel liege eine unabhängige Bewertung durch den TÜV und nicht nur eine einfache Auswertung einer (fremden) Kundenbefragung zugrunde.

Die Entscheidung des Gerichts

Das LG Saarbrücken hat die Werbung mit dem Testergebnis in dieser Form untersagt. Die hiergegen gerichtete Berufung des Werbenden hat das OLG Saarbrücken mit Urteil vom 28.01.2015 (Az ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK