Schmerzensgeldanspruch nach Schulunfall?

Das Landgericht Ansbach hat mit Urteil vom 18. Juni 2014 (Az.: 2 O 1240/13) entschieden, dass ein Schüler, der während des Unterrichts von einem Mitschüler verletzt wird, nur bei vorsätzlichem Handeln seines Mitschülers einen Anspruch auf Zahlung von Schmerzensgeld hat.

Geklagt hatte ein 15-jähriger Schüler gegen einen 14 Jahre alten Mitschüler, der den Kläger während einer 20-minütigen Abwesenheit des Lehrers so schwer am Auge verletzt hatte, dass ein Dauerschaden zu befürchten ist. Die Verletzung entstand, da der Beklagte unkontrolliert mit seinem Lineal herumgefuchtelt hatte.

Vor diesem Hintergrund verlangte der Kläger von dem Beklagten sowie von dem gleichzeitig mitverklagten Freistaat Bayern die Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 50.000 €. Die Klage gegen den Freistaat begründete der Schüler damit, dass der Lehrer seine Aufsichtspflicht verletzt habe, als er wegen einer Feier für längere Zeit das Klassenzimmer verließ. Für diese Verfehlung hafte der Freistaat in seiner Funktion als Dienstherr des Lehrers.

Das Ansbacher Landgericht wies die Schmerzensgeldklage als unbegründet zurück ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK