Knochenstück im Nackensteak beschädigt Zahnbrücke - Haftet der Gastwirt?

Amtsgericht München, Urteil vom 12.02.2015 - 213 C 26442/14 Knochenstück im Nackensteak beschädigt Zahnbrücke - Haftet der Gastwirt? Haftet ein Gastwirt, wenn ein Gast sich beim Verzehr eines Nackensteaks eine Zahnbrücke beschädigt, weil er auf ein kleines Knochenstück beißt? Der klagende Gast verlangt Schadensersatz in Höhe von 2800 Euro. Der Sachverhalt

Der 63-jährige Gast besuchte eine Gaststätte in der Gegend von München. Dort bestellte er ein Nackensteak vom Halsgrat. Beim Verzehr des Nackensteaks gingen Teile der Brücke von seinem Gebiss zu Bruch. Der Gast behauptet, dass sich in dem Fleischstück ein kleines Knochenstück befunden habe. Bereits beim ersten Biss sei die Zahnbrücke gebrochen.

Die Betreiber der Gaststätte hätten die Pflicht, ein Steak vor dem Zubereiten auf Knochenstücke hin zu untersuchen. Man müsse nicht damit rechnen, dass ein Nackensteak Knochenstücke enthalte. Die Zahnbrücke musste komplett neu angefertigt werden. Dadurch sind Kosten in Höhe von 2805,78 Euro entstanden. Der Gast verlangt den Schaden ersetzt. Der Schaden wurde jedoch nicht beglichen. Daraufhin erhob der Gast Klage vor dem Amtsgericht München gegen die Wirtsleute.

Das Urteil des Amtsgerichts München (Az. 213 C 26442/14)

Die Klage blieb ohne Erfolg. Den Sicherheitserwartungen der Verbraucher seien durch die natürliche Beschaffenheit von Lebensmitteln Grenzen gesetzt. So hat der Bundesgerichtshof in einem anhängigen Verfahren die Haftung eines Bäckers gegenüber seinem Kunden verneint, der sich einen Teil seines Zahnes abgebrochen hatte beim Biss auf einen Kirschkern, der in dem gekauften Gebäckstück mit Streuselbelag eingebacken war.

Der Richter am Amtsgericht München stellt in seinem Urteil (Az ...

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