Kinderschutzbund räumt sexuellen Missbrauch ein

von Mirko Laudon

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) – zur Erinnerung: das waren die, die eine Geldzahlung von Edathy abgelehnt haben und dafür bundesweit gefeiert wurden – musste nun einräumen, dass es in der 80er Jahren mehrere Fälle des sexuellen Missbrauch von Kindern in ihren Ortsverbänden gegeben hat. Das ist das Ergebnis eines Untersuchungsberichts, der gestern in Berlin vorgestellt wurde.

Die Ablehnung der Edathy-Geldstrafe hatte zu einer Spendenwelle geführt, durch die mehr als 160.000 Euro in die Vereinskasse gespült wurde.

Einzelfälle in Ortsverbänden, aber fragwürdige Verbindungen

Bereits im Herbst 2013 war bekanntgeworden, dass der langjährige und 1996 verstorbene Präsident des Kinderschutzbundes, Walter Bärsch, Gründungsmitglied des pädophilenfreundlichen „Arbeitskreises Humane Sexualität“ (AHS), war. Das Göttinger Institut für Demokratieforschung war daraufhin mit einer Untersuchung der Vorwürfe beauftragt worden. In dem Bericht heißt es nun, der Kinderschutzbund und seine Gremien hätten zwar nie Beschlüsse gefasst, wonach „Sex zwischen Erwachsenen und Kindern bejaht“ werde – entsprechende „Anknüpfungspunkte“ zu den Positionen der AHS habe es aber gegeben ...

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