Junge schießt am Fußballplatz daneben und muss vor Gericht

von Stephan Weinberger

Am 14. April 2014 fand in der Oberpfalz ein Punktspiel des FC Chammünster statt. Der elfjährige Jonas Christoph nimmt als leidenschaftlicher Fußballspieler an dem Turnier teil und muss jetzt vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, einer Frau die Brille zerschossen zu haben.

In der ersten Halbzeit saß Jonas noch auf der Bank, in der Halbzeitpause lief der damals Zehnjährige dann auf den Platz, um sich warmzuschießen. Er schießt ein paar Mal aufs Tor.

Dabei geht ein Schuss daneben, der Ball fliegt aus 15 Metern erst gegen die Latte, dann gegen das Dach der Ersatzbank. Dort stehen genau zwei Spielermütter. Unglücklicherweise trifft der Ball eine von den Frauen ins Gesicht, die Brille fällt zu Boden – Totalschaden.

Die Frau sucht einen Optiker auf, es entstehen Kosten über 710 Euro. Die will die Frau nun wieder haben: von Jonas, berichtet die „Mittelbayerische Zeitung“. Die Geschädigte engagiert einen Anwalt, der sich mehrmals schriftlich an den Jungen wendet.

Schließlich wird ein Manhbescheid beim Zentralen Mahngericht für Bayern in Coburg beantragt, der Bescheid weist einen Gesamtbetrag über 981,03 Euro aus, Kostenschuldner„Herrn Jonas Christoph“, Zinsen und Gerichtskosten inklusive. Die Eltern legen Widerspruch ein, die Sache landet vor dem zuständigen Amtsgericht.

Der Vater des fußballbegeisterten Jungen kann das alles nicht verstehen – dass sein Sohn vor Gericht muss, weil er das Tor nicht getroffen hat? „Völliger Blödsinn“, sagt er zu FOCUS Online ...

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