Formumwandlung | Ansatz selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsgüter

von Einspruch aktuell

| Selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter (hier: Firmenwert und Auftragsbestand) dürfen nach Formwechsel einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft in der Eröffnungsbilanz der Personengesellschaft aktiviert werden, selbst wenn der Ansatz in der Schlussbilanz der Kapitalgesellschaft vom FA nicht anerkannt wurde (FG Münster 17.11.14, 5 K 2396/13 G,F; Rev. BFH I R 77/14). |

Die Klägerin, eine durch formwechselnde Umwandlung aus einer GmbH hervorgegangene GmbH & Co. KG, ist der Auffassung, dass sie Firmenwert und Auftragsbestand zu Recht aktiviert hatte, obwohl die Positionen in der Schlussbilanz der GmbH gestrichen worden waren. (Anmerkung: Die GmbH war gegen diese Streichung vorgegangen und das FG Münster hatte ihr auch Recht gegeben. Der BFH (19.12.12, I R 5/12) hatte die Klage jedoch abgewiesen, weil die GmbH nicht beschwert war). Auch in diesem Fall stellt sich das FG auf die Seite der Klägerin.

Nach § 14 S. 1 i.V. mit 4 Abs. 1 UmwStG ist die Personengesellschaft an den Ausweis in der steuerlichen Schlussbilanz der GmbH gebunden, auch wenn gegenüber der GmbH Steuerbescheide ergangen sind, in denen Firmenwert und Auftragsbestand nicht anerkannt wurden. Denn diese Steuerbescheide sind keine Grundlagenbescheide für die Steuerfestsetzungen gegenüber der GmbH & Co. KG. Die Bindung der übernehmenden Gesellschaft an die Werte der Schlussbilanz ist gemäß der BFH-Rechtsprechung „nur“ eine materiell-rechtliche. Die Steuerfestsetzung bei der übernehmenden Personengesellschaft erfolgt anhand des tatsächlich en Ansatzes in der Schlussbilanz der GmbH. Eine Änderung in der Schlussbilanz (z.B ...

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