Der gemeine Wert einer Minderheitsbeteiligung

Kann der gemeine Wert einer Minderheitsbeteiligung aus den vorhergehenden zeitnahen Verkäufen der gesamten Beteiligungen aller Gesellschafter abgeleitet werden? Mit dieser Frage hatte sich jetzt der Bundesfinanzhof zu befassen:

In dem hier vom BFH entschiedenen Fall war der Anstoß zum Verkauf der GmbH-Anteile von einem Gesellschafter mit einem Geschäftsanteil von 10 bis 12 % des Stammkapitals ausgegangen, eine Bank hat hierfür unverbindlich 500 DM je 100 DM Stammkapital angeboten. Die später getätigten Verkäufe der GmbH-Anteile und der jeweils vereinbarte Kaufpreis von 850 DM je 100 DM Stammkapital sind nur unter der Voraussetzung zustande gekommen, dass die Käuferin eine Schachtelbeteiligung oder eine Mehrheitsbeteiligung erwerben konnte. Hieraus wurde geschlossen, dass der marktkonform zustande gekommene Verkaufspreis durch die Höhe der umgesetzten Beteiligungen beeinflusst war und deshalb nicht ohne Ermäßigung zur Bewertung einer Minderheitsbeteiligung von 5 % herangezogen werden konnte.

Demgegenüber konnte das Finanzgericht im Streitfall nicht feststellen, ob die Höhe der von den beiden Erwerbern S und T insgesamt gekauften GmbH-Anteile von jeweils 50 % oder die Höhe einzelner GmbH-Anteile Auswirkung auf den Gesamtkaufpreis oder einen Einzelkaufpreis hatte ...

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