Anleger griechischer Staatsanleihen verklagen Griechenland vor dem Landgericht Osnabrück

Landgericht Osnabrück, Urteil vom 15.05.2015 - 7 O 2995/13 Anleger griechischer Staatsanleihen verklagen Griechenland vor dem Landgericht Osnabrück Die 7. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück verhandelte über eine Klage, mit der sechs Anleger den griechischen Staat auf Zahlung von ca. 1,65 Mio. € in Anspruch genommen haben. Die Kläger waren im Jahr 2012 Inhaber griechischer Staatsanleihen. Der Sachverhalt

Im Zuge des sogenannten zweiten Rettungspaketes sollten die Staatsanleihen der Anleger im März 2012 umgeschuldet werden. Ein dementsprechendes Angebot Griechenlands, die ausstehenden Staatsanleihen freiwillig unter Inkaufnahme eines deutlichen Abschlages (53,5 % des Nennwertes) in neue Staatsanleihen, Schuldscheine und einen sog. Besserungsschein einzutauschen, nahmen die Kläger nicht an.

Zwangsumtausch

Anschließend wurde trotzdem unter Berufung auf einen mehrheitlich durchgeführten Umtausch ein sog. Zwangsumtausch auch bei den Anlegern durchgeführt, die nicht zugestimmt hatten. Durch diesen Zwangsumtausch sehen sich die Kläger in ihren Rechten verletzt und finanziell geschädigt. Sie sind der Auffassung, dass eine Rechtsgrundlage für den Zwangsumtausch fehle und sie die Rückzahlung ihrer Anleihen verlangen können. Hilfsweise berufen sie sich auf deliktsrechtliche Ansprüche, da dem griechischen Staat eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung der Anleger vorzuwerfen sei ...

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