Jahresbericht von jugendschutz.net: Kinder im Netz zu Selbstgefährdung animiert

von Timo Handel

Die Einrichtung jugendschutz.net, welche von den Jugendministerien der Bundesländer gegründet wurde, um den Jugendschutz im Internet zu verwirklichen, hat am heutigen Tag ihren Jahresbericht für das Kalenderjahr 2014 veröffentlicht.

Kinder im Netz zu Selbstgefährdung animiert

Den Ergebnissen der Recherchen und Kontrollen nach wurden im Jahr 2014 Kinder im Netz zu Selbstgefährdungen animiert. Unter dem Hashtag #anabuddy habe jugendschutz.net bei Instagram mehr als 90.000 Beiträge gefunden, mit welchen „Hungerpartner“ gesucht wurden.

Neben begrüßenswerten Charity-Aktionen, wie z. B. die Icebucket-Challenge, fanden aber auch problematische Inhalte eine virale Verbreitung. So seien junge Internetnutzer zum Anzünden von Körperteilen oder Hungerwettbewerben aufgefordert worden.

Mehr Schutz junger User im Social Web gefordert

Als Folge dieser Erkenntnisse drängen das rheinland-pfälzische Jugendministerium und die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) auf eine Verbesserung des Schutzes junger User im Social Web. „Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche das Internet kreativ nutzen können“, betont die rheinland-pfälzische Jugendstaatssekretärin Margit Gottstein. Vor allem jüngere Nutzer müssten deshalb vor Inhalten geschützt werden, welche sie irritieren und ängstigen.

Gottstein sieht die Feststellungen mit Sorge: “Nicht selten führt der soziale Druck dazu, dass Jugendliche Gefahren unterschätzen und Leib und Leben riskieren. Hier ist auch die Medienerziehung gefragt. Wir müssen sie für Risiken sensibilisieren und befähigen, im Netz damit angemessen umzugehen.”

Unternehmen sind in die Pflicht zu nehmen

Auf Hinweis von jugendschutz.net löschten nur 42 % der Betreiber beeinträchtigende und gefährdende Beiträge ...

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