Der Bonifatiusfall

Lösungsskizze:
A. Anspruch gem. §§ 1922, 985 BGB

I. Bonifatiusverein ist Besitzer

II. E ist Eigentümerin

1. Gesamtrechtsnachfolge gem. § 1922 BGB

2. Eigentumsübertragung an den Bonifatiusverein

a.) Angebot seitens P

b.) Annahme durch den Bonifatiusverein

c.) Einigsein im Zeitpunkt der Übergabe

III. Ergebnis

B. Anspruch gem. §§ 1922, 812 Abs. 1 S.1 Alt. 1 BGB

I. Erlangtes Etwas

II. Durch Leistung

III. Ohne Rechtsgrund

Abgrenzung § 516, 518 BGB zu § 2301 BGB

IV. Ergebnis

Gutachten zum Fall:

A. Anspruch gem. §§ 1922, 985 BGB
Erbin E könnte gegen den Bonifatiusverein gem. §§ 1922, 985 BGB einen Anspruch auf Herausgabe der Wertpapiere haben. Voraussetzung dafür ist, dass E Eigentümerin der Wertpapiere geworden ist und der Bonifatiusverein Besitzer ohne Recht zum Besitz ist.

I. Bonifatiusverein ist Besitzer
Der Bonifatiusverein übt die tatsächliche Gewalt gem. § 854 BGB über die Wertpapiere aus und ist damit Besitzer.


II. E ist Eigentümerin
E müsste auch Eigentümerin sein. Ursprünglich war P Eigentümer der Wertpapiere.
1. Gesamtrechtsnachfolge gem. § 1922 BGB
Durch den Tod des P ist das Eigentum an den Wertpapieren im Wege der Gesamtrechtsnachfolge gem. § 1922 BGB auf E übergegangen (Universal-sukzesssion).


2. Eigentumsübertragung an den Bonifatiusverein
E könnte ihr Eigentum jedoch durch Einigung und Übergabe gem. § 929 S. 1 BGB an den Bonifatiusverein verloren haben.


a.) Angebot seitens P
Es müsste eine wirksames Angebot i.S.d. § 145 BGB vorliegen. D hat als Bote des P dessen Antrag auf Eigentumsübertragung an den Bonifatiusverein übermittelt. Fraglich ist, wie es sich auswirkt, dass P nach Abgabe seiner Willenserklärung stirbt. Nach § 130 Abs ...

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