Schulden zahlt man zurück. Oder besser doch nicht?

von Jens Müller

Die Schuldenkrise in Griechenland dauert nun schon seit 2010. Darlehen um Darlehen wird ausgereicht um die Situation in Griechenland in den Griff zu bekommen. Doch der Schuldenberg wächst und wächst und eine Lösung scheint nicht in Sicht. Trotzdem kämpft Griechenland weiter, um die Insolvenz zu vermeiden.

Warum ist das so? Schulden zahlt man doch zurück. Schulden nicht zurückzuzahlen, gilt als ultimativer Vertrauensbruch.

Zu uns kommen zahlreiche Mandanten, die ihre Schulden vollständig zurückzahlen möchten. Zu groß ist die Scham, das Vertrauen zu erschüttern, welches die Gläubiger in sie gesetzt haben. Schulden zahlt man zurück. So haben wir das von klein auf gelernt.

Machen Sie sich frei von dieser Betrachtungsweise. Schauen Sie hinter die Kulissen: Geldverleihen und Ratenkäufe sind ein Geschäft. Wer ein Darlehen aufnimmt, zahlt Zinsen. Diese Zinsen decken das Ausfallrisiko ab und verschaffen dem Darlehensgeber in der Regel einen Gewinn. Denn jeder weiß, dass man seine Schulden zurückzahlt.

Und wenn Sie nicht zurückzahlen? Was kommt dann?

Kosten. Dann kommen erst einmal Kosten auf Sie zu. Erhebliche Kosten. Und da Sie Ihre Schulden zurückzahlen, zahlen Sie eben auch die Kosten mit zurück. Diese Kosten finanzieren mittlerweile einen kompletten Wirtschaftszweig: Banken, Forderungsaufkäufer, Inkasso-Unternehmen und natürlich auch Rechtsanwälte. Alle leben davon, dass Sie versuchen Ihre Schulden zurückzuzahlen.

Zinsen und Kosten sind in der Regel so hoch, dass viele unserer Mandanten ausschliesslich auf Zinsen und Kosten zahlen. Viele Mandanten sind verwundert, dass die Gesamtforderung ihrer Schulden nicht geringer wird und in vielen Fällen sogar steigt, obwohl sie jeden Monat Geld an die Gläubiger überweisen. Gem ...

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