London stellt sich gegen die geplante EU-Quotenregelung – (EU-)Protektionismus vom Feinsten!

Wer mit uns der Meinung war, das geplante Vorgehen der EU bezüglich der anhaltenden Flüchtlingskatastrophen auf dem Mittelmeer sei moralisch nicht vertretbar, hat bisher die Stimmen aus dem Vereinigten Königreich noch nicht gehört.

London möchte sich seiner Verantwortung zur Aufnahme von Geflüchteten entziehen, indem es sich nun konsequent gegen die Pläne der EU stellt, künftig Geflüchtete über Quoten auf alle EU-Länder zu verteilen. Davon abgesehen, dass diese geplante Quotenregelung Ausfluss einer generellen protektionistischen Haltung der einzelnen EU-Mitgliedstaaten und schon allein deshalb kritisch zu betrachten ist, ist an der Haltung Londons vor allem die Motivation dahinter problematisch. Unter dem konservativen Premier Cameron, der mit der Eindämmung von Immigration wirbt, erreicht der (EU-)Protektionismus mithin eine neue Höhe. Ein Sprecher des britischen Innenministeriums ließ gemäß “Times” verlauten, dass “Das Vereinigte Königreich eine stolze Geschichte des Asyls für diejenigen, die es am nötigsten brauchen” habe, allerdings jedoch nicht davon ausgegangen werde, “dass ein verpflichtendes Ansiedlungsprogramm die Antwort ist.” Verstärkt solle sich die EU also auf die Bekämpfung von Schlepperkriminalität konzentrieren ...

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