DePuy-Hüftprothesen: Haftung des Herstellers auf Schadensersatz und Schmerzensgeld? 12-05-2015

Im Jahre 2008 tauchten die ersten Berichte über einen erhöhten Metallabrieb bei Hüftprothesen auf. Aber erst im Jahre 2010 zog der Hersteller DePuy seine metallenen Hüftprothesen vom Markt ab. Nun klagen Patienten, die zwischen 2008 und 2010 De Puy-Hüftprothesen eingesetzt bekamen, gegen den Hersteller De Puy auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Dem Rückruf der Prothesen durch De Puy ging die Publikation mehrerer klinischer Studien aus dem Jahr 2008 und 2010 voraus. Erste beunruhigende Nachuntersuchungsergebnisse mit einer erhöhten Revisionsrate lagen ab dem Jahr 2008 vor. Diese belegten unter anderem, dass mehrere Patienten, die eine sog. ASR-Hüftprothese trugen, erhöhte Kobalt- und Chromwerte im Blut aufwiesen. Bei einigen Patienten waren diese hundertfach höher als normale Werte. Eine erhöhte Metallkonzentration im Blut kann zu erheblichen Folgebeschwerden führen. Außerdem ist eine Entferung solcher Prothesen ratsam - dann ist eine erneute prothestische Versorgung erforderlich, die mit weiteren Schmerzen und Risiken verbunden ist. Überdies ist die Zahl der einem Menschen einzusetzenden Hüftprothesen beschränkt - mehr als drei Mal sollte einem Patienten eine künstliches Hüftgelenk nicht implantiert werden.

Der Vertrieb der de Puy-Prothesen hat eine strafrechtliche und eine zivilrechtliche Seite.

Die DePuy Orthopädie GmbH vertrieb die ASR-Hüftprothesen. Sie sieht sich nun dem Vorwurf des Inverkehrbringens gesundheitsgefährdender Medizinprodukte durch die Staatsanwaltschaft ausgesetzt ...

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