StMJ: Bayern und Berlin veranstalten Podiumsdiskussion zum Umgang mit Islamisten im Justizvollzug

11. Mai 2015

Bausback: “Islamistischer Extremismus ist heute eine der größten Herausforderungen im Bereich der Sicherheit – hier müssen wir zusammenarbeiten!” / Heilmann: “Radikaler Islamismus ist eine reale Bedrohung. Wir wollen deshalb die aktive De-Radikalisierung in den Anstalten verstärken.”

Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback und sein Berliner Kollege, Justizsenator Thomas Heilmann, haben heute in die Vertretung des Freistaates Bayern in Berlin zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Islamisten im Justizvollzug – wie reagiert der Justizvollzug auf die neuen Herausforderungen des islamistischen Extremismus?“ geladen.

Bausback bei diesem Anlass: “Es ist traurige Realität, dass immer mehr aus Deutschland und Europa stammende Bürger nach Syrien und in andere Länder reisen, um dort den grausamen Kampf von Terrorgruppen zu unterstützen. Dies bringt nicht nur unermessliches Leid über die dort lebenden Menschen. Wenn diese Kämpfer nach Deutschland oder in unsere Nachbarländer zurückkehren, sind sie auch eine unmittelbare Gefahr für unsere Bürgerinnen und Bürger.”

Bausback betont, dass der islamistische Extremismus momentan eine der größten Herausforderungen im Bereich der Sicherheit darstelle. Hier sei nicht zuletzt auch der Justizvollzug gefragt.

„Mit Blick auf die Syrienheimkehrer und das Phänomen des Salafismus sind die Justizvollzugsanstalten in besonderer Weise gefordert. Denn wir stellen fest, dass Salafisten verstärkt versuchen, Netzwerkstrukturen in der Haft aufzubauen. Diese sollen dann unter anderem dazu genutzt werden, um gezielt auf andere Gefangene zuzugehen und diese zu radikalisieren. Und das ist brandgefährlich, denn gerade in der Haft treffen ideologisierte Dschihadisten häufig auf eine anfällige Klientel. Hier müssen wir ansetzen und unsere Maßnahmen und Vorkehrungen immer wieder auf den Prüfstand stellen ...Zum vollständigen Artikel

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