Mahnung durch Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH für RGF Filmvertrieb UG (haftungsbeschränkt)

von Matthias Lederer

Die Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH ist unserer Kenntnis nach seit einiger Zeit im Bereich der Forderungseintreibung bei Abmahnfällen tätig. Aktuell (Stand: 07.05.2015) werden dabei offenbar massenweise Forderungen für die RGF Filmvertrieb UG (haftungsbeschränkt) geltend gemacht.

Offensichtlich geht es hierbei um Forderungen, die ursprünglich von der Kanzlei Rechtsanwalt Rainer Munderloh aus Oldenburg im Auftrag des vormals als RGF Productions LTD firmierenden Unternehmens gegenüber Abgemahnten geltend gemacht wurden. Die Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH richtet nun Zahlungsaufforderungen an die betroffenen Internetanschlussinhaber.

Wie schon zu einem früheren Zeitpunkt werden auch jetzt mit den Forderungsschreiben Beträge geltend gemacht, die sich deutlich über dem Betrag aus der ursprünglichen Abmahnung bewegen. Während in den ursprünglichen Abmahnungen Beträge von jeweils 780,- Euro gefordert wurden, soll diese Summe nun auf über 2.000,- Euro angewachsen sein. Dabei werden zwar die Anwaltskosten in allen uns zur Prüfung vorgelegten Schreiben „nur“ mit 215,- Euro angegeben, allerdings addieren sich hierzu der Schadenersatzbetrag sowie Zinsen.

Der Schadenersatzbetrag wird in allen uns zur Prüfung vorgelegten Fällen mit rund 1.600,- Euro angegeben – das ist durchaus sportlich für Lizenzschäden, die sich auf Pornofilme beziehen sollen. Das AG Hamburg beispielsweise hat mit Urteil vom 20.12.2013, Az. 36a C 134/13, entschieden, dass die Urheberrechtsverletzung durch die rechtswidrige Verbreitung eines Pornofilms in einer Tauschbörse lediglich einen Schadenersatzanspruch in Höhe von 100,- Euro auslöst ...

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