Cybermobbing in Onlinespielen – Auswirkungen für Spieler und Herausgeber

von Malte Meyer

Auch im Zeitalter der modernen Medien ist Mobbing ein großes Thema, die im Internet herrschenden Sozialkulturen übernehmen die Methoden und Handlungsmuster, die ihnen die Gesellschaft im so genannten RL (Real Life = Wirkliches Leben) vorgeben.

Mobbing gilt als universelle Handlung, in beinahe jeder Gesellschaftsform ist Mobbing möglich, auch im Internet. Die im Netz vorgegeben Strukturen sind in gewisser Weise sogar förderlich, um auf Kosten Anderer Klamauk zu betreiben. Problematisch wird es in jenem Moment, in welchem die gemobbte Person versucht, sich zu verteidigen oder die Flucht aus der vorgegeben Struktur antritt. Im Internet ist es einfacher, denn der Rechner oder das Mobiltelefon lässt sich ausschalten. Was aber bedeutet das für die Betreiber von Communityseiten oder Onlinespielen?

Digitale Realität – Reale Menschen

Viele Internetnutzer sind der Meinung, dass die digitale Realität, die das Internet bieten, auch den Umgang miteinander relativiert. Obgleich die verschiedenen Plattformen im Internet in sich geschlossene, eigene Universen mit multiplen Handlungsspielräumen sind, so sitzt hinter jeder digitalen Realität ein realer Mensch, welcher einen respektvollen Umgang verdient und zumeist auch erwartet.

Es muss innerhalb der verschiedenen Sozialstrukturen innerhalb des Internets differenziert werden, bei Facebook beispielsweise herrschen andere Gegebenheiten wie in Onlinespielen wie World of Warcraft oder Call of Duty, wobei in Letzteren die Möglichkeiten zum Cybermobbing deutlich erhöht sind.

Auch wenn im Zeitalter der modernen Selbstdarstellung kaum jemand sein digitales Abbild in Onlinespielen zu 100 Prozent seinem realen Pendant anpasst, so sind die im Onlinespiel erstellten Charaktere die Basis der digitalen Identität – im entsprechenden Spiel oder Struktur jedenfalls ...

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