Brandenburger Pilot sollte durch Sturz aus Flugzeug sterben

von Tobias Kreher

Bevor der Brandenburger Polizeihauptmeister Horst Krause (Horst Krause) nach vielen Jahren in den Ruhestand geht, muss er im Polizeiruf vom 10. Mai 2015 gemeinsam mit Hauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon) noch einmal intensiv ermitteln – und das ausgerechnet im Kreise seiner guten Bekannten.

Der Sachverhalt, den sich Krause und Lenski recht gemächlich zusammenreimen, ist schnell erzählt. Martin Reef (Martin Feifel) betreibt gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Peter Tender (Bernhard Schir) ein Unternehmen, das Solarmodule herstellt. Wegen der Krise in dieser Branche steht das Unternehmen vor dem Aus. Während Tender möglichst bald an einen polnischen Investor verkaufen möchte, um überhaupt noch Geld zu bekommen und um zudem einem etwaigen Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung gem. § 15a Abs. 4 InsO zu entgehen, verweigert Reef seine Zustimmung zu diesem Schritt. Er hofft, das Unternehmen mit einer neuen Solartechnologie noch retten zu können.

Jedoch ist Tender bereits dabei, den Deal abzuschließen. Er schickt daher eine Mitarbeiterin vom Flugplatz namens Anjela Krol mit seinem alten Doppeldecker nach Polen, um die ersten 750.000 € vom Investor abzuholen. Pilot auf diesem Flug ist Daniel Reef, der Sohn von Martin. Der Streit zwischen den beiden Unternehmern wird Daniel schließlich zum Verhängnis. Denn Martin Reef hatte zwischenzeitlich den Gurt auf dem Pilotensitz des Doppeldeckers mit dem stark ätzenden „Königswasser“ behandelt – in der Hoffnung, Tender würde beim nächsten Flug wegen des beschädigten Gurtes aus seinem Flugzeug fallen und sterben. Doch war es dann unglücklicherweise Reefs eigener Sohn Daniel, der den unerwarteten Sturz aus dem Flugzeug erlebte und durch Zufall auch überlebte.

Foto: gravitat-OFF

Prüft man vor diesem Hintergrund die Strafbarkeit des Martin Reef, dann wird man feststellen, dass er versucht hat (§ 22 StGB), einen Menschen zu töten ...

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