Was macht die digitale Kontrolle mit unserer Gesellschaft?

von Daniela Windelband

Alles, was wir online tun wird irgendwie verfolgt. Das wissen wir ja insgeheim schon länger, lassen uns aber nur sehr selten davon aufrütteln. Dass es Forschern gelungen war, einen Algorithmus zu programmieren, der anhand von Facebook-Likes die Persönlichkeit eines Menschen besser einschätzen kann als Familienangehörige und Freunde war uns im Januar einen Bericht wert. Wie unser Surfverhalten ausgewertet wird und was Firmen mit diesen Daten anstellen, ist von den Machern von Do not Track sehr anschaulich beschrieben worden.

Doch auch im realen, alltäglichen Leben wird vieles von dem, was wir tun verfolgt. Zu nennen sind zum einen die Daten die wir unter der Prämisse einer Selbstoptimierung freizügig weitergeben, Stichwort Fitness-Apps, Kundenkarten und günstige Versicherungstarife. Darüber hinaus sind da die Daten, deren Weiterleitung wir kaum steuern können, z.B. die Daten, die moderne Autos versenden. Und dann gibt es ja auch immer mehr Videokameras im öffentlichen Raum. Dass Kfz-Kennzeichen auf Autobahnen automatisch gescannt werden, um sie mit Fahndungsdateien abzugleichen oder Parkhausbetreiber die Gefahr von Parkzeitenmanipulation verringern wollen, dürfte den meisten auch geläufig sein.

Wohin die öffentliche Überwachung gehen kann, zeigt eine Meldung aus den USA: Das Ministerium für Heimatschutz möchte alle Fahrzeuge in den USA überwachen. Das soll durch eine Videoaufzeichnung der Kfz-Kennzeichen erfolgen. Private Anbieter wurden vom Ministerium aufgefordert, sich für eine solche Kontrolle zu bewerben ...

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