Sonderbare Vernehmungsmethoden

von Carl Christian Müller

Für meinen Mandanten habe ich in einem Strafverfahren eine laaange Einlassung abgegeben und für die Behauptungen meines Mandanten auch eine Zeugin benannt. Das Strafverfahren wird in Süddeutschland geführt. Die Zeugin wohnt in Norddeutschland.

Die Staatsanwaltschaft hat die Akte daher an eine hiesige Polizeidienststelle versandt, damit die Zeugin zum Sachverhalt vernommen wird.

Wer nun erwartet, daß man sich bei der Polizei die Mühe gemacht hat, die Zeugin zunächst einmal in eigenen Worten den Sachverhalt schildern zu lassen, um dann unter Bezugnahme auf die Einlassung meines Mandanten soweit erforderlich noch Nachfragen zu stellen, der täuscht sich. Aus der Akte ergibt sich, daß die Polizei der Zeugin zunächst einmal die vollständige Einlassung gezeigt und ihr Zeit gegeben hat, diese in Ruhe zu studieren ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK