Lügen haben beim Versicherungsschutz kurze Beine

Das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hat mit Urteil vom 23. Juli 2014 (Az.: 5 U 79/14) entschieden, dass ein Versicherter, der seinen Versicherer bei der Schadensmeldung bewusst belügt, keinerlei Anspruch auf Versicherungsleistungen hat.

Der Kläger war bei der Beklagten mit seinem Wohngebäude versichert.

Im Mai 2013 erwärmte er Essen in seiner im Obergeschoss seines Hauses befindlichen Küche. Nach dem Essen ging er hinaus auf die Terrasse, übersah aber dabei, dass auf dem noch eingeschalteten Cerankochfeld seines Herdes ein mit Fett gefüllter Topf stand. Mit Entzünden dieses Fettes entstand eine starke Rauchentwicklung, die der Kläger jedoch erst fast drei Stunden nach dem Essen registrierte. Im Obergeschoss angekommen, nahm er den Topf vom Herd und lüftete die Wohnung. Vorsorglich informierte er die Feuerwehr, die allerdings unverrichteter Dinge abrückte.

Infolge der starken Rauch- und Wärmeentwicklung entstand ein Gebäudeschaden in Höhe von ca. 20.000 €. Der Kläger machte diesen Schaden anschließend gegenüber seinem Versicherer geltend.

Vermutlich aus Angst, wegen seiner Unachtsamkeit Ärger mit dem Versicherer zu bekommen, beschönigte der Kläger die Schadenmeldung. In der Schadenanzeige und gegenüber dem Schadenregulierer gab er an, dass der Schaden offenkundig auf einem technischen Defekt des Herdes basiere, der sich selbsttätig eingeschaltet habe ...

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