Zur Delisting-Regelung

von Ulrich Noack

Die gest­rige Anhö­rung im BT-​Rechtsausschuss ver­mit­telte den Ein­druck, dass das Delis­ting zwar gere­gelt gehört, aber ange­sichts der Kom­ple­xität nicht in letzter Minute noch im Rahmen der Akti­en­rechts­no­velle. Diese Novelle soll nach fast fünf­jäh­riger Rei­fe­zeit (dazu Sei­bert, FS Bruno Kübler, 2015, S. 665 ff) bis zur Som­mer­pause end­lich ver­ab­schiedet werden.

Für das Delis­ting wird eine kapi­tal­markt­recht­liche oder akti­en­ge­setz­liche Rege­lung erwogen. Eine Abfin­dung für Aktio­näre, die auf die Han­del­bar­keit ihrer Aktien ver­traut haben, soll es wohl geben. Sie erhalten die Option, ihre Aktien anzu­dienen. Wem? Der Gesell­schaft, soweit zulässig, oder dem Groß­ak­tionär, der ggf. dafür ein­steht (s. § 327b III AktG). Umstritten bleibt die Bemes­sung dieser Abfin­dung. Soll man sich eher an § 31 WpÜG ori­en­tieren (gewich­teter Bör­sen­kurs, so die Stel­lung­nahmen Haber­sack und meine) oder an den §§ 29, 30 UmwG (Unter­neh­mens­be­wer­tung)? Mög­li­cher­weise lassen sich beide Ansätze kom­bi­nieren, jeden­falls wenn der Bör­sen­kurs „ver­sagt” (s. § 5 IV WpÜG-​Angebotsverordnung, in diese Rich­tung, aber wei­ter­ge­hend, die Stel­lung­nahme Koch). Und schließ­lich ist zu bedenken, dass es auch Sach­ver­halte gibt, die u.a ...

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