Entschuldungsstrategien

Themen :

Gläubigervergleich
Zustimmungsersetzung (gerichtlicher Vergleich)
Restschuldbefreiung
Insolvenzplan
Vergleich in der Wohlverhaltensperiode
Anwaltskosten

Häufig kennen Schuldner nur den Gläubigervergleich und die Privatinsolvenz. Über die derzeit bestehenden Entschuldungsmöglichkeiten von der gerichtlichen Zustimmungersetzung bis zum Insolvenzplan wollen wir hier informieren.

Außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan und Vergleich

Der außergerichtliche Schuldenbereinigungsplan (SBP) ist im Grunde nichts anderes als ein Vergleich mit den Glaubigern. Wenn der Schuldenbereinigungsplan der Vorbereitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens dient, sind bestimmte Formalien einzuhalten. Der Schuldenbereinigungsplan muss ein Vermögensverzeichnis, eine Glaubigerubersicht und einen Zahlungsplan enthalten.

Der Schuldenbereinigungsplan kommt nur dann zustande, wenn alle Glaubiger zustimmen. Wenn nur ein einziger Glaubiger ablehnt oder sich nicht meldet, ist der Schuldenbereinigungsplan gescheitert.

Der Schuldenbereinigungsplan ist von der Zustimmung und Mitwirkung der Glaubiger abhangig.

Glaubiger die im Schuldenbereinigungsplan ubersehen oder vergessen wurden oder neue Glaubiger, können ihre Forderungen weiter geltend machen und auch vollstrecken. Dadurch wird in der Regel der Schuldenbereinigungsplan mit den anderen Glaubigern platzen, weil der Schuldner z.B. wegen eine Gehaltspfandung die monatlichen Raten nicht mehr tragen kann.

Den ausergerichtlichen Schuldenbereinigungsplan gibt es in verschiedenen Spielvarianten. Sehr beliebt bei den Glaubigern ist eine Einmalzahlung. Bei einer Ratenzahlungsvereinbarung streuen Kleinglaubiger gerne Sand ins Getriebe, da Kleinstraten bei der Verbuchung mehr Kosten verursachen, als eigentlich an Zahlung geleistet wird ...

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