Häusliches Arbeitszimmer – und die Modernisierungskosten fürs Badezimmer

Aufwendungen für die Modernisierung des Badezimmers gehören anteilig zu den Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, wenn sie wesentlich sind und den Wert des gesamten Wohnhauses erhöhen.

In dem jetzt vom Finanzgericht Münster entschiedenen Rechtsstreit hatte ein Steuerberater und seine Ehefrau geklagt, der für seine selbständige Steuerberatertätigkeit ausschließlich ein häusliches Arbeitszimmer im ehelichen Einfamilienhaus nutzte. Auf das Arbeitszimmer entfielen rund 8% der gesamten Wohnfläche. Im Streitjahr bauten die Eheleute das Badezimmer in ihrem Einfamilienhaus behindertengerecht um. Hierbei wurde u.a. die Badewanne ersatzlos entfernt, die Badezimmertür durch einen neuen Durchbruch zum Flur versetzt und verbreitert, die Dusche auf die gegenüberliegende Seite verlegt sowie Fußbodenheizung, Waschbecken, Toilette und Bidet erneuert und versetzt. Um ein einheitliches Erscheinungsbild der Räume zu erhalten, wurden alle vier Türen des Flures ersetzt und Maurer, Maler- sowie Bodenarbeiten durchgeführt.

Von den Umbaukosten in Höhe von insgesamt rund 38.000 € machten die Eheleute einen Anteil in Höhe von 8% für das häusliche Arbeitszimmer bei den Einkünften des Ehemanns aus selbständiger Arbeit gemäß § 4 Abs. 5 Nr. 6b)) Satz 3 EStG als Betriebsausgaben geltend ...

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