Interview mit Margarete von Oppen: 1. Photovoltaik-Ausschreibungsrunde - Höhere Chancen, höhere Risiken

von Dr. Peter Nagel

Die Berliner Rechtsanwältin Margarete von Oppen analysiert die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Die Bundesnetzagentur hatte am Mittwoch die Ergebnisse veröffentlicht. Es sind 25 Zuschläge zu einem Durchschnittspreis von 9,17 Cent je Kilowattstunde verteilt worden. Bürgergenossenschaften kamen nicht zum Zug.

pv magazine: Die Bundesnetzagentur hat nun die ersten Ergebnisse veröffentlicht. Wie ordnen Sie die Zahl von 170 abgegebenen Gebote ein?

Margarete von Oppen (Foto): Ich denke, viele hatten entwickelte Projekte in der Pipeline und wollten die Chance nutzen am Ausschreibungsverfahren teilzunehmen, aber gleichzeitig noch die Chance haben, ihre Projekte bis zum 31. August nach dem EEG in Betrieb zu nehmen, für den Fall, dass sie bei der Ausschreibung nicht zum Zuge kommen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich das bei den nächsten Runden genauso darstellt.

Ist die ausgeschriebene Menge nicht zu gering, wenn gerade einmal 25 Zuschläge verteilt wurden?

Was zu gering ist, ist Definitionsfrage. Das Ausschreibungsvolumen ist vom Gesetzgeber mit Blick auf den gewünschten Zubau festgelegt. Aus der Perspektive des Entwicklungspotenzials der Photovoltaik sind natürlich zu geringe Mengen ausgeschrieben worden.

Der Durchschnittspreis für die bezuschlagten Gebote liegt bei 9,17 Cent je Kilowattstunde und damit über der derzeitigen Förderhöhe über die verpflichtende Direktvermarktung. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe?

Dass die mögliche Förderung etwas über der derzeitigen Förderhöhe liegt, ist zum einen gewollt: Höhere Chancen, aber auch höhere Risiken ...

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