Deutschland oder England: Wo muss das Erbe versteuert werden?

von Bernhard Schmeilzl

Fallen auf eine Erbschaft in England satte 40% UK-Inheritance Tax an oder kulante 7% deutsche Erbschaftssteuer? Das hängt vom englischen Rechtsbegriff des „domicile“ ab. Dieser ausführliche Beitrag erklärt das Konzept der englischen Inheritance Tax und gibt Tipps zur Nachlassplanung und Testamentsgestaltung für Personen mit Vermögen sowohl in Deutschland als auch in UK (England & Wales, Schottland und Nordirland)

War der Erblasser aus Sicht des englischen Rechts „domiciled in UK“, erhebt das englische Finanzamt Erbschaftssteuer auf dessen gesamtes Weltvermögen: 40% auf alles, was den Steuerfreibetrag von derzeit 325.000 englischen Pfund übersteigt. Dies gilt auch für Nicht-Briten, wenn diese dauerhaft in UK leben. Wegen der hohen Erbschaftssteuersätze in UK und weil in UK nur ein einziger pauschaler Steuerfreibetrag für den gesamten Nachlass zur Verfügung steht, ist es für Personen, die sowohl in Deutschland wie in Britannien Vermögen haben, verlockend, der UK-Gesamtbesteuerung im Erbfall dadurch zu entgehen, dass sie steuerlichen „non-dom” Status erlangen. Das englische Finanzamt (HM Revenue & Customs, im Folgenden: HMRC) ist hier aber sehr streng und prüft genau, ob der Erblasser nicht doch als „domiciled in UK“ einzustufen ist ...

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