Rezension: Schnittstellen. Die Gegenwart des Abwesenden

von Christian Wickert

In Kooperation mit dem Surveillance Studies Blog veröffentlicht Criminologia Rezensionen von Bücher aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie.

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Titel: Schnittstellen. Die Gegenwart des Abwesenden HerausgeberInnen: Katharina Hoins, Thomas Kühn und Johannes Müske Jahr: 2014 Reihe: Schriftenreihe der Isa Lohmann-Siems Stiftung Verlag: Reimer ISBN: 978-3-496-02862-8

Diese Rezension wurde verfasst von Lynn Musiol, Hamburg.

Mit Wolfgang Tillmans CLC1100 als Titelmotiv des Aufsatzbandes „Schnittstellen – die Gegenwart des Abwesenden“ markieren die Herausgeber_innen des Bandes seine programmatische Richtung: Tillmans geht es in seinen fotografischen Arbeiten stets um das Begreifen und Erkennen der Welt. Dabei fungiert die Kamera – und eben nicht das Festgehaltende, die Fotografie – als Schnittstelle und schaffendes Objekt, welches Abwesendes vergegenwärtigt und Festgehaltenes visuell zu reproduzieren vermag. Genau hier setzt der Sammelband an: Die Herausgeber_innen und Autor_innen artikulieren das Bestreben, eben jene Objekte, Medien und Praktiken, die in einer technisierten Alltagswelt festhalten, konstruieren oder rekonstruieren, als Schnittstelle zu zentrieren, um jene „Zonen des Kontakts und Übergangs zwischen verschiedenen Sphären“ explizit zu untersuchen (S. 8).

Der Aufsatzband ist das Ergebnis einer interdisziplinären Tagung, die 2012 in Hamburg stattgefunden hat. In zehn verschiedenen Fallstudien von der Frühen Neuzeit bis ins 21. Jahrhundert analysieren die Autor_innen Objekte und Medien als Schnittstellen zwischen „Heute und Gestern, zwischen Gegenwärtigem und Abwesenden“ (Buchrücken) und diskutieren die Funktion von Schnittstellen und deren Kontexte ...

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