Lukrative Gemeinnützigkeit – das skandalös hohe Einkommen der Oberin der DRK-Schwesternschaft

von Liz Collet

Als gemeinnütziger Verband für pflegebedürftige Menschen in Berlin engagiert sich die Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuz (DRK) .

Bis Ende 2012 stand Heidi Schäfer-Frischmann an der Spitze der DRK-Schwesternschaft. Was sie als EInkommen erhielt, aber vielleicht nicht wirklich angemessenerweise verdient gehabt hätte, sorgt nun für einen Skandal. Laut Recherchen des rbb und seines politischen Magazins “Klartext” soll ihre Arbeit zuletzt mit über 500.000 Euro Jahresgehalt vergoldet, pardon: vergütet worden sein.

Das Jahresgehalt und die darin enthaltenen zusätzlichen Zahlungen waren dem Bericht zufolge nur einem ganz kleinen Personenkreis aus dem Vorstand der Schwesternschaft bekannt. Selbst Doreen Fuhr, die seit zwei Jahren Oberin des Vereins mit rund 1.100 Mitgliedern ist, will von diesen exorbitant hohen Bezügen ihrer Vorgängerin nichts gewusst haben.

In den Jahren 2009 und 2010 soll die gelernte Krankenschwester Heidi Schäfer-Frischmann neben einem Jahresgehalt von 360.000 Euro noch einen zusätzlichen Boni von 180.000 Euro für besondere Leistungen erhalten haben. Sie war als Oberin für den Pflegebereich der damals fünf Kliniken der Schwesternschaft und ein Pflegeheim mit insgesamt rund 3.400 Mitarbeitern verantwortlich.

Die ihr bezahlten Bezüge liegen – verglichen mit Gehältern von Vorständen weit grösserer Unternehmen – sogar erheblich über diesen: Joachim Bovelet, damaliger Geschäftsführer von Vivantes, verdiente zu dieser Zeit 440 ...

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