Arbeitgeber muss bei unangemessener Ausbildungsvergütung nachzahlen

Ausbildende müssen Auszubildenden gem. § 17 Abs. 1 Satz 1 BBiG eine angemessene Vergütung gewähren. Maßgeblich ist die Verkehrsanschauung, deren wichtigster Anhaltspunkt einschlägige Tarifverträge sind. Das Entgelt für den Lehrling darf diese nicht um mehr als 20 % unterschreiten. Allein der Status der Gemeinnützigkeit des Ausbildungsbetriebs rechtfertigt es nicht, davon abzusehen. Liegt die durch Spenden finanzierte Vergütung des Beschäftigten unterhalb dieser Grenze, ist sie aber nicht zwingend unangemessen. Das Unternehmen kann nämlich darlegen, dass besondere Umstände die niedrige Ausbildungsvergütung rechtfertigen, entschied das BAG (Urt. v. 29.4.2015 – 9 AZR 108/14) ...

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