Muskelshirtverbot im Sportverein rechtens?

Auf Wunsch vieler Mitglieder eines Vereins, der u. a. in einer seiner Sporthallen Geräte- und Ausdauertraining anbot, beschloss die Mitgliederversammlung ohne Gegenstimme das Verbot des Tragens von Muskelshirts und ärmellosen Oberteilen für seine männlichen Aktiven. Ein Vereinsmitglied widersetzte sich diesem Beschluss und wurde nach wiederholten Verstößen und Abmahnungen u. a. von der Teilnahme am Sportbetrieb ausgeschlossen. Hiergegen setzte es sich mit einer Klage vor dem zuständigen Landgericht zur Wehr und forderte ein Schmerzensgeld von mindestens 10.000 €, da der beklagte Verein mit seinem Beschluss und dessen Durchsetzung rechtswidrig und schwerwiegend in seine Persönlichkeitsrechte eingegriffen habe. Das angerufene Gericht bejahte zwar grundsätzlich bei einem schwerwiegenden deliktischen Eingriff in das grundrechtlich geschützte allgemeine Persönlichkeitsrecht einen Anspruch auf Ersatz des ideellen Schadens - hier Schmerzensgeld - sah aber in der vom Verein beschlossenen Kleiderordnung und dessen Durchsetzung keinen solchen schwerwiegenden Eingriff ...Zum vollständigen Artikel


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