Abfindung – was müssen Arbeitnehmer bei der Kündigung beachten?

Nachfolgend ein Interview von Anne-Kristin Wolff mit Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen zum Thema Abfindung.

Hier finden Sie eine Internetseite, die sich speziell mit dem Thema Kündigungsschutzklage befasst. Sie finden dort Muster für eine Kündigungsschutzklage, Muster für Kündigungen und Abfindungsvergleiche.

Anne-Kristin Wolff: Herr Bredereck, nach einer Kündigung durch den Arbeitgeber stellt sich für viele Arbeitnehmer, gerade wenn sie lange Jahre in ihrem Betrieb gearbeitet haben, die Frage nach einer Abfindung. Gibt es einen Anspruch darauf?

Fachanwalt Bredereck: Leider in der Regel nicht. Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung wenn der Arbeitgeber kündigt. Manchmal gibt es einen Sozialplan und der Arbeitnehmer kann daraus direkt einer Abfindung beanspruchen.

Anne-Kristin Wolff: Aber man hört doch oft davon, dass der Arbeitgeber (hohe) Abfindungen zahlen „muss“. Wie kommt es dazu?

Abfindungen als Ergebnis einer Kündigungsschutzklage

Fachanwalt Bredereck: Nun, der Arbeitgeber kann natürlich zeitgleich mit dem Kündigungsschreiben dem Arbeitnehmer eine Abfindung anbieten. Dieser Fall ist auch gesetzlich geregelt worden. Allerdings verpflichtet sich der Arbeitnehmer dann sozusagen als „Entgegenkommen“ dazu, dass der Arbeitnehmer keine Kündigungsschutzklage erhebt. Solche Angebote werden in der Praxis nur selten gemacht, da der Arbeitnehmer meist ohnehin klagt um eine höhere Abfindung zu erzielen.

Anne-Kristin Wolff: Was muss der Arbeitnehmer tun, wenn der Arbeitgeber keine Abfindung in der Kündigung anbietet?

Fachanwalt Bredereck: Der Arbeitnehmer muss als Antwort auf die Kündigung innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen ...

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