Über die Höhe des Rückkaufswertes bei kapitalbildenden Versicherungen wird neu entschieden

von Tarik Sharief


Bereits in der Vergangenheit hat der Bundesgerichtshof mehrmals die Versicherungsvertragsbedingungen für unwirksam erklärt, die den Rückkaufswert z.B. von kapitalbildenden Lebensversicherungen regelten. Dieser Rückkaufswert war in den ersten Versicherungsjahren gleich null. Die Versicherungen passten daraufhin ihre Vertragsklauseln an, wobei der Versicherungsnehmer bei einem Rückkauf in den ersten Jahren auch nach den neuen Klauseln nahezu kein Geld erhielt. Nunmehr stellt sich die Frage, ob diese Klauseln aufgrund des durch die Verfassung gebotenen staatlichen Schutz des Eigentums nichtig sind.

Der Bundesgerichtshof hatte Klauseln in Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Lebensversicherung, nach denen der Versicherungsnehmer bei einer Kündigung in den ersten Jahren keinen oder nur einen sehr geringen Rückkaufswert erhielt, wegen Verstoßes gegen das Transparenzgebot (§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB) für unwirksam erklärt. Er war zutreffend der Ansicht, dass der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss nicht aus den Versicherungsvertragsbedingungen erkennen könne, dass er in den ersten Jahren kein Geld aus seiner kapiatalbildenden Lebensversicherung zurückerhält, wenn er diese vorzeitig kündigt.

Schon vor Jahren erließ das LG Hamburg ein Urteil (Az ...

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