Tierbetreuung als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung

von Wolfram Schlosser

Wier hatten bereits hier von einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster berichtet, wonach die Betreuung eines Hundes durchaus eine haushaltsnahe Dienstleistung im Sinne des Einkommensteuergesetzes darstellen kann.

Nun hat sich auch das Finanzgericht Düsseldorf dieser Auffassung angeschlossen.

In dem entscheidenen Fall sind die Kläger verheiratet und beide berufstätig.

Für die Betreuung einer Hauskatze in der Wohnung der Kläger während ihrer Abwesenheitszeiten im Streitjahr beauftragten die Kläger die „Tier- und Wohnungsbetreuung A“. Die Betreuung der Katze erstreckte sich auf verschiedene Zeiträume. Für die Betreuung stellte Frau A den Klägern pro Tag der Betreuung 12 € in Rechnung, zzgl. Benzinzuschläge und eines Feiertagszuschlags für Pfingstmontag im Streitjahr insgesamt 302,90 €. Die drei Rechnungen beglichen die Kläger im Streitjahr per Überweisungen.

Mit der Einkommensteuererklärung für 2012 beantragten die Kläger für die Betreuungsaufwendungen ihrer Hauskatze eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG. Das beklagte Finanzamt ließ bei der Festsetzung der Einkommensteuer die Aufwendungen für die Betreuung der Hauskatze unberücksichtigt.

Den hiergegen eingelegten Einspruch wies das Finanzamt als unbegründet zurück und bezog sich auf das Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 10.01.2014, wonach die Abzugsfähigkeit von Tierbetreuungs-, -pflege- oder -arztkosten ausdrücklich verneint werde.

Nach Auffassung des Finanzgerichts Düsseldorf versagt das Finanzamt für die Betreuungsaufwendungen der Hauskatze zu Unrecht die Gewährung einer Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 S. 1 2. Alt. EStG.

Nach § 35a Abs. 2 S. 1 2. Alt ...

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