Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit | Aufwendungen eines GmbH-Geschäftsführers als Bürge der GmbH

von Einspruch aktuell

| Wird der GmbH-Geschäftsführers als Bürge für die insolvente GmbH in Anspruch genommen, sind diese Aufwendungen keine Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit, wenn ein vorrangiger Veranlassungszusammenhang mit einer anderen Einkunftsart (§§ 17, 20 EStG) besteht (FG Düsseldorf 12.11.14, 15 K 3006/13 E, Rev. BFH VI R 77/14). |

Übernimmt ein Arbeitnehmer eine Bürgschaft für eine Darlehensverbindlichkeit seines Arbeitgebers, können die Aufwendungen aus der späteren Inanspruchnahme auch durch eine andere Einkunftsart als die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit veranlasst sein; z.B. wenn der Arbeitnehmer eine Beteiligung als Gesellschafter anstrebt und daraus Einkünfte i.S. der §§ 17 oder 20 EStG erzielen kann. Der Veranlassungszusammenhang mit einer Einkunftsart kann auch dann bestehen, wenn der Steuerpflichtige erst später Einkünfte aus dieser Einkunftsart erzielt (sog. vorweggenommene Aufwendungen) oder wenn es ihm trotz einer entsprechenden Absicht nicht gelingt, Einkünfte aus dieser Einkunftsart zu erzielen (sog. vergebliche Werbungskosten oder fehlgeschlagene Anschaffungskosten.

Ist der Arbeitnehmer wesentlich beteiligter Gesellschafter i.S. des § 17 Abs. 1 EStG, geht die Rechtsprechung grundsätzlich davon aus, dass die Bürgschaftsübernahme durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist und nicht durch die Stellung als Arbeitnehmer. Das gilt bereits, wenn der Arbeitnehmer im Zeitpunkt der Bürgschaftsübernahme bereits ernsthaft beabsichtigt hat, sich als Gesellschafter an seiner Arbeitgeberin wesentlich zu beteiligen ...

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