Bundesgerichtshof stoppt die Kürzungen der Haftplichtversicherungen bei den Reparaturkosten

von Tarik Sharief


Die Haftpflichtversicherungen haben immer wieder die von den Sachverständigen berechneten Reparaturkosten für die Reparatur eines Unfallschadens in einer markengebundenen Fachwerkstatt gekürzt. Als Begründung führten sie aus, dass es gleichwertige freie Werkstätten gäbe, die kostengünstiger seien. Der Bundesgerichtshof hat nunmehr entschieden, dass der durch einen Verkehrsunfall Geschädigte bei seiner Schadensberechnung grundsätzlich die üblichen Kosten für eine Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen darf. Unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht muss der, der den Unfallschaden hat, sich nur auf eine günstigere Reparatur in einer mühelos und ohne Weiteres zugänglichen "freien Fachwerkstatt" verweisen lassen, wenn die Versicherung darlegen und ggf. beweisen kann, dass diese Reparatur vom Qualitätsstandard die der Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt entspricht. Ist dies der Fall, kann es für den durch den Unfall Geschädigten gleichwohl unzumutbar sein, sich auf eine Reparaturmöglichkeit in dieser Werkstatt verweisen zu lassen. Dies gilt insbesondere für Fahrzeuge bis zum Alter von drei Jahren ...

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